Produkttest – Magazin “Digitale Fotografie”

Produkttest – Magazin Digitale Fotografie

Es war kein Aprilscherz, als ich am 01.04. eine E-Mail mit dem Angebot einer kostenlosen Ausgabe des Magazines “Digitale Fotografie” zum Test in meiner Mailbox fand; einige Tage später tummelte sich die letzte Ausgabe des Magazines auch schon im Briefkasten neben der anderen Post.
Leider verfällt  unser Postbote ab und an der Leidenschaft, alle Post fein säuberlich zusammenzufalten und in den Briefkasten zu stopfen.

Der Test des Magazines “Digitale Fotografie” Ausgabe Nr.10/2014 März-Mai 2014 und auch mein Fazit möchte ich gerne zweiteilen:  “Erscheinungsbild / Haptik” und “Inhalt / Nutzen”.

 

Erscheinungsbild und Haptik des Magazines:

Da meine Frau den Umschlag schon entfernt hatte, lag das Magazin mit seiner nett anzusehenden, hochglänzenden Oberfläche auf dem Küchentresen.
Der erste optische “WoW” Effekt war leider sehr schnell verflogen, als ich das Magazin in der Hand hatte. Der Umschlag aus hochglänzendem Papier fühlt sich an, als ob man aus Versehen  Silikon darüber verschüttet hätte, und um das Magazin von A nach B zu tragen braucht es schon eines kräftigen Händedrucks, damit es einem nicht aus der Hand flutscht.

Gut, man muss dazu wissen, dass mir eine angenehme Haptik sehr wicht ist, und … Hochglanz-Magazine sind nicht ganz so mein Ding. Eben weil sie oft rutschig sind, und man nach einigen Tagen mehr Fingerabdrücke als Hochglanz sehen kann.

Die Qualität des Papiers der Innenseiten würde ich für ein Fotomagazin in eine Rubrik “da ist noch Luft nach oben” einordnen wollen.

Mein Fazit “Erscheinungsbild / Haptik” des Magazines “Digitale Fotografie”:

Außen zu glatt, Innen könnte das Papier schon ein wenig wertiger sein.
Ich glaube die Zeitschrift “Colorfoto” würde sich im Bereich Haptik und benutzter Papierqualität und -kombinbation gut als Vorbild eignen.

 

Inhalt und  Nutzen des Magazines:

Meinem Fazit zum Inhalt gleich vorweggenommen: generell sehr (!) positiv aufgefallen ist mir, dass es  nur wenige Werbeanzeigen in der von mir vorliegenden Ausgabe gibt; wenn das immer so ist, dann finde ich das Top.

Inhaltlich ist das Magazin sehr strukturiert aufgebaut:

  • Schaukasten /  Die besten Bilder unserer Leser
  • Mach Dein Bild / Kreative Ideen Techniken der Experten
  • Das kreative Auge
  • Kameratechnik
  • Portaits
  • Fotoausrüstung für’s kleine Budget

Der “Schaukasten” und besonders  ”Mach Dein Bild” als auch “Das kreative Auge”  finde ich sehr gelungen und informativ.

Im “Schaukasten” werden die besten Bilder von Lesern mit der Story hinter dem Bild, einem kurzen “howto” und der eingesetzten Kameratechnik präsentiert. Das macht es gerade Fotoanfängern und -neulingen einfach einen Einstieg in diverse Techniken zu finden, und zu versuchen die Technik so nachzuvollziehen.
Die Rubriken “Mach Dein Bild” und “Das kreative Auge” konnte mir das ein oder andere “Aha” entlocken.
Viele Ideen – deren Umsetzung von  einfach bis komplex – finde ich inspirierend und ich habe schon “meine Umsetzungen” von dem ein oder anderen Thema im Kopf.  Auch in diesen beiden Rubriken findet man alle nötigen Informationen zu der eingesetzten Kameratechnik, zum Teil auch sehr detaillierte Zusatzinformationen.

Nicht ganz so spannend fand ich den Bereich der Kameratechnik, und auch die Rubrik “Portrait”.
Kritisch sehe ich im Bereich der Rubrik “Portrait” die Qualität der angebotenen Bilder, die sicherlich  dem Papier geschuldet ist.  Besonders negativ fallen dabei die Bilder auf den Seiten 114 und 115 aus.

Mein Fazit “Inhalt / Nutzen” des Magazines “Digitale Fotografie”:

Gemischt. Man findet als Einsteiger aber auch als fortgeschrittener Amateur viele tolle Ideen, mit detailliert kameratechnischem Hintergrundwissen. Für die Darbietung der Bilder als auch die Qualität des Druckes würde ich mir wertigeres Papier und bessere Drucktechnik wünschen. Gut, wertigeres Papier bedeutet weniger Seiten pro Ausgabe, aber weniger ist oftmals mehr.

Besonders herausheben möchte ich die Artikel “Landschaften wie gemalt … ” (Seite 62/63) und “Der Sturm” (Seite 90 / 91). Beide Ideen werde ich innerhalb meines 365 Tage Fotoprojektes einfliessen lassen, und in diesen Post einfügen.

Würde ich mir das Magazin kaufen ?
Ja, aber nicht um Bilder anderer Fotografen anzusehen, sondern um Anregungen für eigene Projekte aus den Rubriken “Mach Dein Bild” und “Das kreative Auge” zu bekommen.

Gibt es diese Anregungen nicht auch im Netz?
Ja, sicher gibt es. Aber ist es nicht viel gemütlicher mit einem Magazin auf der Couch, der Terrasse oder am Strand zu sitzen? Ein Magazin kann man auch ohne Internet und Strom für den Akku lesen :)