Ausstattung für Polepanoramen – ein Review

Hier möchte ich Dir gerne vorstellen, mit welchem Equipment ich meine Polepanoramen erstelle.

Was ist ein Polepanorama überhaupt?

Kugelpanoramabilder werden in der Regel von einem Drei- oder Einbeinstativ und mit Nodalpunktadapter fotografiert.
Dabei bist du natürlich an die Auszugshöhe seines Drei- oder Einbeinstatives gebunden. Möchtest du nun höher hinaus, um z.B. eine Location von oben herab zu fotografieren, so kannst du das mit einem Hochstativ (engl. Pole) einfach umsetzen.
Da es auch in der Panoramaszene Usus ist mit Anglizismen zu arbeiten, redet man also von einem Polepanorama und nicht von Hochpanorama.

Welche Hersteller für Polestative gibt es?

Es gibt einige Hersteller, die Pole- oder Hochstative im Sortiment haben sind z.B. Nodal Ninja, Agnos und auch pt4pano.
Nach intensivem Studium von technischen Beschreibungen der einzelnen Hersteller, habe ich mich für den Monopod von pt4pano entschieden.
Der Grund meiner Entscheidung ist, dass der Monopod für mich den stabilsten Eindruck hinterlässt. Vor allem die Klemmvorrichtung um die einzelnen Segmente zu fixieren haben schlussendlich den Ausschlag gegeben.
Der Monopod ist zwar maximal nur vier Meter hoch, aber diesen „Nachteil“ im Vergleich zu den anderen beiden Herstellern nehme ich zugunsten der Stabilität gerne in Kauf. Der geneigte Leser möge die genauen technischen Einzelheiten des Monopods auf der Seite von pt4pano hier nachlesen.
Hat man Fragen, so beantwortet Herr Hopf diese sehr professionell und schnell, auch direkt per Telefon; nebenbei bekommt man auch noch den ein oder anderen Tip ;-)
Zum Monopod habe ich mir noch einen KISS Nodalpunktadapter für meine Nikon D800 und auch einen Joker Gewindeadapter, zur Befestigung des KISS Adapters auf dem Monopod bestellt. Eine Rohrlibelle hat mir Herr Hopf geschenkt, vielen Dank nochmals dafür.

Wie erreicht man eine genaue Drehung des Polestatives ?

So, du hast nun die Kamera auf  vier Meter Höhe im Wasser stehend und dein erstes Bild geschossen; wie dreht man nun den Pole nun möglichst genau?

  • Möglichkeit  Eins: du schätzt. Keine gute Idee, wenn man einen Kundenauftrag hat und nach dem Fotografieren feststellt, die Überlappung der Bilder passt nicht.
  • Möglichkeit Zwei: du kann eben versuchen, das Polestatuv weniger weiter zu drehen  als nötig. Dabei erzeugst du mehr Bilder und Daten als du eigentlich bräuchtest.
  • Möglichkeit Drei: du erweiterst deine Ausrüstung. Mehr dazu weiter unten im Text

Pt4pano hat hierzu einen sogenannten Indexer im Angebot. Bei meiner Bestellung bei Pt4pano hatte ich diesen auch angegeben, wurde aber auf die Alternative hingewiesen, einfach einen Bierdeckel unter den Monopod zu legen, um damit eine  90° Drehung abzuschätzen.
Gut dachte ich, netter Tipp, spart Geld und funktioniert vielleicht auch.

Während meiner ersten Versuche ein Polepanorama zu erstellen musste ich jedoch feststellen, dass Bierdeckel auf Gras, Sand und glatten Böden zu einem unschönen Eigenleben neigen: sie drehen sich ab und an mit und damit sind die 90° Drehwinkel auch wieder dahin.

Wie sieht nun meine Alternative aus?

Nach einigem Stöbern bin ich über die Seiten eines amerikanischen Panoramakollegen auf die Pole Rotator Fußplatte von Nodal Ninja aufmerksam geworden.
Das Beste daran: der Rotator (Pole Rotator 30) besitzt ein 10mm metrisches Aussengewinde und der Monopod ein 10mm metrisches Innengewinde … passt.
Kurzum habe ich also die Pole Rotator Fußplatte, als auch den Pole Rotator 30 bestellt und unter dem Monopod befestigt; das passt, wackelt und hat Luft!
Der Pole Rotator 30 rastet alle 30° ein, so dass man sich beim Drehen des Poles ganz auf das austarieren konzentrieren kann, das „auf Zwei oder Drei zählen“ – für 60 Grad oder 90 Grad Drehungen – bekommt man sicherlich locker hin :)
Hier nun einige Bilder zu den einzelnen Teilen, als auch ein erstes Polepanorama:

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