Der K26 ist nicht der kleine Bruder des K2 und liegt auch nicht im Himalaya

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Um mein Projekt „Ich bin Deutsch! Ein Projekt gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ ist es ein wenig still geworden in den letzten Wochen. Einer der Hauptgründe war die DSGVO, die all meine Ressourcen zu einhundert Prozent aufgefressen hat. Ein anderer Grund war – und ist – der „Mangel“ an Interview-Partnern.

Trotz dieser unfreiwilligen Pause habe ich versucht, mein Projekt im Hintergrund weiter voran zu bringen, und mich vor allem selbst zu hinterfragen, zu reflektieren, warum das Projekt auf so wenig auf Interesse stößt.
Liegt es am Titel? An der Aufmachung? Oder ist Fremdenfeindlichkeit und Rassismus durch rechte Polemik schon derart Teil unseres Alltages geworden, dass Initiativen dagegen nicht mehr wahrgenommen werden? Im digitalen Rauschen untergehen?

Zusammen mit Bekannten, Freunden und einigen meiner Kontakte habe ich versucht Antworten auf diese Fragen zu finden. Einer meiner Kontakte hat mich auf eine sehr interessante Initiative, inclusive der beiden Ansprechpartnerinnen, der Stadt Ettlingen verwiesen: Der K26 Begegnungsladen in Ettlingen.

Der K26 ist, so liest man auf der Webseite der Stadt Ettlingen: „… eine integrative Begegnungsstätte im Herzen unserer Stadt. Gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern gestaltet die Stadt Ettlingen ein soziales Angebot zur Begegnung aller Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt jeglicher Kulturen.“

Dort organisiert der Arbeitskreis Asyl jeden Donnerstag ein „Begegnungscafé, damit sich Einheimische und Zugewanderte zum lockeren Austausch bei Kaffee und Kuchen treffen können“.

Zusammen mit den Verantwortlichen der Stadt Ettlingen wurde die Idee geboren, und mit dem Arbeitskreis Asyl abgestimmt, an vier Begegnungscafé-Donnerstagen, ab dem 13. September bis zum 04. Oktober 2018 für mein Projekt Vorort zu sein.

Hiermit möchte ich alle Interessierten ins K26 einladen, um vielleicht Teil meines Projektes zu werden, oder sich einfach auf die Menschen dort im Rahmen des Begegnungscafés in der Kronenstraße 26 in Ettlingen einzulassen. Parallel zu diesem Blog-Beitrag wird die Stadt Ettlingen diese Termine auch über die ihr eigenen Kanäle verteilen, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Warum es sich auf jeden Fall lohnt zu den K26 Begegnungscafé-Nachmittagen zu kommen

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Seit Anfang Mai waren wir, meine Frau und ich, schon mehrere Male im K26. Dabei durften wir viele nette, weltoffene zugewanderte Menschen z.B. aus dem Iran oder aus Japan kennenlernen.
Alle Zugewanderten mit denen wir bisher gesprochen haben möchten ihren Kindern hier in Deutschland eine bessere Zukunft und ein Aufwachsen in Frieden bieten. Das größte Problem stellt dabei die deutsche Sprache dar. Um dabei zu helfen, deutsch zu lernen, bedarf es nicht viel und auch keiner Lehrbücher, sondern erstmal nur ein wenig Zeit für Gespräche, und einem offenen Miteinander.

Integration beginnt nämlich nicht mit Regelungen und Gesetzten, sondern mit beidseitigem Auseinandersetzen mit der anderen Kultur, der anderen Religion. Integration entsteht aus gegenseitigem Respekt und Verstehen.

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