Mein Besuch im KZ Dachau – Gedanken und Erlebnisse

KZ Gedenkstätte Dachau

Zeit sich der jüngeren deutschen Geschichte zu widmen.
Ein „Gang“ vor dem ich mich zu meiner damaligen Bundeswehrzeit in Landsberg am Lech gedrückt hatte.

Es ist Eins, sich für diesen Teil unserer Geschichte zu interessieren, Bücher zu lesen, oder Dokumentationen darüber anzusehen.
DORT zu sein, und sich auf dem Boden zu bewegen, auf dem sich das Grauen abgespielt hat ist etwas ganz anderes.

Neben den Eindrücken des Normandy American Cemetry and  Memorial bei Colleville-sur-Mer  und der Landdungsstrände der alliierten Streitkräfte, war der Besuch in Dachau einer der emotionalsten und dichtesten Eindrücke meines Lebens; eine “Memento mori” Erfahrung.

Das Wetter hat sicherlich die Gefühle verstärkt, da es scheisskalt und windig war, und der Schnee die Geräusche der wenigen Besucher an diesem Sonntagmorgen verschluckte. Es war gespenstisch still.

Schon der perfide Hintergedanke des Schriftzuges am Eingangstor liess mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen.
Fröstelnd stapfte ich zur ersten Tafel, dort war zu lesen, ich befände mich auf dem Appellplatz.
Dort mussten die Gefangenen bei Wind und Wetter mit der einfachen dünnen KZ Kleidung, in krankem und angemagerten Zustand jeden Tag eine Stunde stehend verbringen.
Mich fröstelte friert schon bei dem Gedanken daran in meiner „High Tech Gore Tex“ Jacke. Es ist einfach unvorstellbar, was diesen Menschen damals angetan wurde. Da wird die Aussage „der Mensch ist die Krone der Schöpfung“ ad absurdum geführt.

Es fällt wirklich schwer die Eindrücke und die Gefühle die man dort entwickelt in Worte zu fassen, an dieser Stelle sollen Bilder sprechen, die die Stimmung sicherlich besser besser ausdrücken können.

Wenn man dann den langen Weg über die noch vorhandenen Barackenfundamente bis zum Ende des Geländes linker Hand zurückgelegt  hat, führt der Weg  über eine kleine Brücke duch ein Holztor, bestückt mit Stacheldraht, auf ein Areal, dessen Inhalt einem emotional den Rest gibt.

Dort findet sich das Krematorium von Dachau. Man bewegt sich dort zwischen Totenhäusern, Warteräumen und „Duschräumen“.
Weiterhin befindet sich rechts vom Krematorium ein Massengrab in dem damals tausende von Leichen einfach verscharrt wurden.
Schlussendlich findet man dort in der Nähe auch einen „Pistolenstand“, auf dem man Gefangene mit einem Genickschuß hingerichtet hat.

Auch wenn der Besuch der KZ Gedenkstätte belastend war, so war es doch wichtig dort gewesen zu sein, der vielen Toten und deren Leiden zu gedenken, um sich „das darf man niemals vergessen“  einzubrennen.