FF Fotoschule, eine Fototour in Heidelberg

Gestern hatte ich eine Fototour in Heidelberg über die FF-Fotoschule in Hamburg gebucht, um in den Genuß zu kommen auch mal mit einem Profifotograf „arbeiten“ zu können.
Mentor der Veranstaltung war der Fotograf Marcel Hasübert, der uns sehr professionell und mit viel Engagement durch den Tag geführt hat.
Das Besondere an dieser Tour war der geschichtliche Hintergrund von Heidelberg, der uns von Alexandra Grosshans nähergebracht wurde.
Alexandra ist ein schierbar unendlicher Quell historischen Wissens, sie hat uns viele interessante Details über die Heidelberger Geschichte erzählt.

Aber der Reihe nach.

Da ja bekannt ist, dass auf der A5 in Richtung Frankfurt eine Baustelle mit hoher Staugefahr lauerte, fuhr ich früher los als nötig, so dass ich um 09:15 Uhr das Auto schon in HD geparkt hatte. Somit hatte ich noch eine Stunde Zeit durch HD zu schlendern. Da es nun zu regnen anfing entschloss ich mich früher zum Treffpunkt in der Kulturbrauerei in Heidelberg aufzumachen, um dort im Trockenen waren zu können.
Pünktlich um 10:30 Uhr ging es denn los, und nachdem wir uns auf das „Du“ geeinigt hatten dozierte Marcel einige theoretische Grundlagen.
Zum Glück war das Basiswissen bei allen Teilnehmern recht homogen, so das der Theorieteil -aus meiner Sicht- erfreulich kurz ausfiel.

Nach einiger Zeit kamen wir an einem der Heidelberger Highlights an: der Alten Brücke.
Am Südteil der Alten Brücke, links vom Brückentor steht eine Neugestaltung des Brückenaffen (irgendwie mussten alle japanisch aussehenden Touristen den Kopf in die Statue stecken *nerv*).


Klein und unscheinbar daneben, gibt es zwei kleine Mäuseskulpturen, die an das hier in der Vergangenheit stehende kurpfälzische Kornhaus erinnern sollen; die fand ich wesentlich spannender und süßer.

Nach dem Überqueren der Alten Brücke kamen wir am „Standard Heidelberg Fotomotiv“ an: dem Blick über die Alte Brücke mit dem Heidelberger Schloß im Hintergrund … tausendmal abgelichtet und hier nicht präsentiert.
Viel spannender fand ich die Vorhängeschlösser, die an den Ösen der Alten Brücke angebracht waren.

Angebracht von Verliebten, die die Schlüssel nach dem Anbringen der Schlösser in den Neckar geworfen haben, um so ihre ewige Liebe zu dokumentieren.

Weiter ging die Tour, vorbei am Friedrich Erhardt Geburtshaus, hin zur Aula der Universität zu Heidelberg und dem Studentenkarzer.

In früherern Zeiten hatte die Universität in Heidelberg eine eigene Rechtssprechung über ihre Studenten. Wer sich „unbotmäßig“ verhielt, „durfte“ dort den einsitzen.
Die dort von den Studenten hintelassenen Zeichnungen und Texte waren sehr aufschlussreich. Leider hatten wir nicht mehr soviel Zeit uns das alles in Ruhe anzusehen.

Nun ging es die vielen (ich glaube es sind 347) Stufen zum Heidelberger Schloß hinauf.
Bilder vom Schloß habe ich nur zwei gemacht und da das Wetter eher bescheiden war, lasse ich diesen visuellen Eindrücke an dieser Stelle weg, sozusagen *zensiert* .

Nach den Aussagen von Alexandra zu den hier auf dem Schloßberg vorherrschenden Immobillienpreisen, müssen hier Menschen mit sehr viel Geld wohnen.
Die Auswahl an preislich hochwertigen fahrbaren Untersätzen war entsprechend. Da ich schon immer mal ein „dickes Auto von hinten“ fotografieren wollte, kam mir dieser Anblick gerade recht.

Leider waren wir an dieser Stelle denn auch schon fertig mit der Fototour.
Zu viert liessen wir denn in der Kulturbrauerei den Nachmittag bei Bier, Brezeln, Weißswürsten und fachsimpeln ausklingen.
Meiner Meinung nach eine spannende und sehr gelungene Veranstaltung.

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