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Fort Schoenenbourg – Panoramabilder und Eindrücke unter Tage

Fort Schoenenbourg – ein Teil der Maginotlinie

Eine kurze Präambel: ich poste diesen Artikel, dessen Bilder und Panoramen nicht, um Krieg / Waffen  oder auch rechtes Gut – von dem es nach der aktuellen Europawahl leider viel zu viel gibt – zu verherrlichen!
Vielmehr aus Interesse an der gemeinsamen Geschichte , der nun zum Glück befreundeten, Staaten Frankreich und Deutschland.

Vielen Dank auch an die sehr netten, ehrenamtlichen Menschen, die beim Fort Schoenenbourg für uns Besucher da sind, die stets ein offenes Ohr für Fragen haben, oder auch gerne mit Tipps zur Seite stehen.
Danke auch für die Möglichkeit im Fort Schoenenbourg mit einem Stativ fotografieren zu dürfen.

Alle notwendigen und auch allgemeinen Informationen über das Fort Schoenenbourg kann man der offiziellen Internetpräsenz, oder auch bei Wikipedia entnehmen. Dieser kleine Artikel soll meine Gedanken und meine Empfindungen ausdrücken.

Schon seit meiner Kindheit wollte ich mir die Maginot-Linie einmal ansehen. Damals durfte ich das nicht, meine Frau findet – militärische Anlagen unter Tage auch nicht wirklich spannend – und so habe ich mir diesen Wunsch mit der Besichtigung des Forts Schoenenbourg einfach selbst erfüllt :-)
Wie auch schon oben geschrieben, ist  mein Interesse geschichtlich begründet und ich wollte einfach sehen, unter welchen räumlichen Bedingungen die Besatzungen von Fort Schoenenbourg ihren täglichen Ablauf  haben gestalten müssen.

Also gut, an einem sonnigen Sonntagmorgen gegen 08:00 Uhr ging es von Ettlingen ‚gen Schoenenbourg; die ungefähr 60 km waren fix vorbei, und ich erkundete – vor der Öffnung des Forts um 09:30 Uhr – noch ein wenig die nähere Umgebung.
Pünktlich um 09:30 Uhr – ich war der erste Besucher – öffnete die Kasse, und nach einer kurzen Einweisung / Hilfestellung zur Orientierung „unter Tage“ lief ich alleine in Richtung Fahrstuhl.

Auf den Webseiten des Forts kann man lesen: „Länge des Rundgangs in 30 Metern Tiefe: 2800 m„.
Ok, dachte ich … kein Problem man(n) ist ja groß … ich kann Euch aber sagen: 30 Meter mit dem Fahrstuhl in die Tiefe zu fahren ist erstmal ein scheiß Gefühl.
Unten angekommen roch es nach einer Mischung aus „alt“ und „Werkstatt“; also nach Öl, feuchter Luft, alten Möbeln, Schmierstoffen. Und es war kühl – Jacke sehr zu empfehlen :)
Fasziniert lief ich durch die kilometerlangen Gänge – die Bahn fährt ja leider nicht :-) – vorbei an  Kartenräumen, Leitständen, Zentralen, bis hin zu dem Bereich unter den Geschütztürmen.
Ungefähr 45 Minuten waren vergangen, ich war keinem Menschen in dieser Zeit begegnet, ein leichter Anflug von Beklemmung, Einsamkeit und Panik kam in mir hoch; achwas … tief durchatmen, hier unten bin ich sicher … zurück zur Faszination.
Wie mögen die Menschen während des Krieges sich hier unten wohl gefühlt haben?

Faszination über die Welt hier unten, die dem Innenleben einer „normalen“ Kaserne recht ähnlich ist: zweckmäßige Einrichtung, Helme und Hinweistafeln an den Wänden, Bettgestelle mit persönlichen Kisten darunter , Offiziers-und Mannschaftsräume.
Vergitterte Munitionsnischen, Transportschienen für die Granaten, hydraulische Anlagen für die Geschütztürme, Telefonzentralen, Lüftungsanlagen, Generatoren, sanitäre Einrichtungen, eine medizinische Abteilung, eine Werkstatt und eine Küche … alles komplett eingerichtet, wie wenn die Besatzung nur kurz auf Urlaub abgezogen wäre.

Gedankenblitze: faszinierender Techniküberfluss und -aufwand, beklemmende Tiefe, dem Joch nach Luft „von oben“ unterworfen.

Auf der einen Seite bereichert durch die Erfahrungen, war ich doch froh, als ich alles gesehen hatte, und wieder „oben“ angekommen war; zumal es inzwischen nach Mittag war, und die Besucheranzahl „unten“ deutlich zugenommen hatte.

Besonders erwähnen möchte ich die Küche mit ihrem wirklich tollen Fliesenboden. Da die Esskultur ein tief verwurzeltes Gut in Frankreich ist, sicherlich typisch für unsere französischen Freunde, selbst in einem Fort, dessen Bestimmung sicher fernab kulinarischer Genüsse lag.
Ich würde mir wünschen, dass die Menschheit es endlich lernt, dass ein Miteinander viel befruchtender ist, als den Nachbarn an der Landesgrenze dazu zu bringen, Bauwerke wie das Fort Schoenenbourg zu errichten.

Natürlich habe ich auch fotografiert, wie es sich für einen Panografen  gehört … Panoramen :)
Vor lauter Faszination habe ich dummerweise vergessen, die Bedeutung der einzelnen Räume zu notieren, so dass die meisten Bilder eher generisch bezeichnet sind. Sobald ich jedoch „Antwort vom Fort“ bekomme.´, pflege ich das natürlich nach.

Die entstandene, virtuelle Panoramatour startet in einem Popupfenster mit einem Klick auf das Vorschaubild.

Fort Schoenebbourg - virtuelle Panoramatour

Fort Schoenebbourg – virtuelle Panoramatour

 

Zum Abschluss meines kleinen Artikels über das Fort Schoenenbourg noch alle Einzelpanoramen in einer Bildergalerie:

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