Bildbearbeitungssoftware für Profis und Anfänger im Vergleich

Eine gute Bildbearbeitungssoftware ist sowohl für Hobbyfotografen und Blogger als auch für professionelle Fotografen von großer Bedeutung. Die Ansprüche, die ein User an ein solches Programm stellt, fallen allerdings sehr unterschiedlich aus. Dabei geht es in erster Linie um den Funktionsumfang der jeweiligen Software.

Eine Vielfalt an Funktionen für professionelle Ansprüche

Lightroom aus dem Hause Adobe orientiert sich ganz ohne Zweifel an hohen Anforderungen und erfreut sich einer großen Beliebtheit im professionellen Segment. So zeichnet sich dieses Programm unter anderem durch die Unterstützung zahlreicher Kameras von unterschiedlichen Marken aus. Grundsätzlich wurde Lightroom speziell für die Verarbeitung von Raw-Daten entwickelt, was im professionellen Einsatzbereich unverzichtbar ist. Die Rohdateien können nach individuellen Ansprüchen angepasst und optimiert werden. Darüber hinaus können die Nutzer ihre Fotografien direkt aus der Software heraus auf Video- oder Fotoportalen veröffentlichen.

Durch die Installation von zusätzlichen Plug-ins lässt sich der Funktionsumfang überdies noch erweitern. Das Fachmagazin DOCMA wies in diesem Zusammenhang auf das Plug-in „Show Focus Point“ hin, das die genauen Fokuspunkte eines Bildes anzeigt. Des Weiteren wird Lightroom in Form von Updates regelmäßig optimiert, was mit Vorteilen in Bezug auf die Usability einhergeht. Dementsprechend verfügt die aktuellste Version beispielsweise über verbesserte Sharing-Funktionen. Insgesamt gesehen lässt sich feststellen, dass Lightroom auf die besonderen Bedürfnisse von Profis abgestimmt wurde und einen enormen Funktionsumfang bietet.

Die idealen Programme für Einsteiger

Die wahrscheinlich bekannteste Bildbearbeitungssoftware ist Adobe Photoshop. Obwohl sich das Programm mit seinen vielfältigen Funktionen klar an professionelle Nutzer richtet, ist es für viele Anwender der Favorit unter den Bildbearbeitungsprogrammen. Ein Wermutstropfen ist jedoch die neue Vertriebsstrategie von Adobe. Die neueste Version von Photoshop ist nicht mehr als vollständige Kaufversion erhältlich, sondern nur noch im Abonnement mit der Creative Cloud. Wer dieses Abo nicht verlängert, kann das Programm nicht mehr benutzen. Bei einer Befragung von CNET und Jeffries im März 2014 gaben daher nur 51 Prozent der befragten Abonnenten an, „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ mit dem Programm zu sein. Zum Vergleich: Im Dezember 2012 waren 88 Prozent der befragten Benutzer sehr zufrieden mit Photoshop.

Für Einsteiger lohnt es sich daher, nach günstigen Alternativen zu suchen. Eine Empfehlung stammt ebenfalls aus der Softwareschmiede Adobe. Das Programm Adobe Photoshop Elements ist mit seinem geringeren Funktionsumfang gewissermaßen die „kleine Schwester“ des Photoshop. Die simple Bedienung macht Photoshop Elements zu einer perfekten Software für Einsteiger. Mehr Infos zu Photoshop Elements 13 im Test von Netzsieger.

ACDSee Pro 8 wurde ebenfalls für den Hobbybereich konzipiert und überzeugt mit einer großen Auswahl an Ausbesserungs-Werkzeugen. Rote Augen, schiefe Perspektiven und ähnliche Ärgernisse gehören somit schnell der Vergangenheit an, wenn diese Software verwendet wird. Außerdem lassen sich einzelne Bildbereiche mit einem präzisen Korrekturpinsel ausbessern. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck von ACDSee Pro 8 mit praktischen Verwaltungsoptionen. So können verschiedene Fotos in Form der sogenannten Stapelverarbeitung synchron angepasst werden. Größenänderungen, Formatkonvertierungen oder ähnliche Vorhaben lassen sich auf diesem Weg deutlich schneller realisieren. Mehr Infos zu ACDSee Pro 8 im Test von Netzsieger.

Für jeden User das passende Programm

Digitale Fototechnik ist inzwischen für viele Anwender erschwinglich. Das weckt auch bei vielen Hobby-Fotografen verstärkt das Interesse an einer guten Software, um die Bilder und Motive optimal zu bearbeiten. Profi-Fotografen wissen die praktisch unbegrenzten Möglichkeiten und die Kompatibilität von Adobe Lightroom zu schätzen. Ein professionelles Fotobearbeitungsprogramm mit vielen Funktionen ist allein jedoch noch keine Garantie für schöne Bilder. Für optimale Ergebnisse muss der Anwender das Programm in seiner Vielfalt auch beherrschen. Daher muss es nicht immer der große Photoshop sein. Für den privaten Nutzer ist mitunter eine Einsteigersoftware wie ACDSEE Pro 8 mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche und einem Funktionsumfang aus Basics und ein paar Extras die bessere Wahl.

 

Jenny Gebel
Über die Autorin:

Dieser Gastbeitrag wurde von Jenny Gebel geschrieben. Sie ist Online-Redakteurin beim Testportal Netzsieger.de und betreut den redaktionellen Inhalt im Bereich Video- und Bildbearbeitung