Gastbeitrag – Wann eignet sich ein Stativ beim Fotografieren?

Die Fotografie ist nicht nur ein kreatives Hobby, sondern hält auch den Augenblick für die Ewigkeit fest. Sei es Erinnerungen von Ereignissen zu erhalten oder Erinnerungen eines schönen Urlaubes einzufangen. Hierbei ist es völlig gleich, ob vielleicht noch nostalgisch analog fotografiert wird, später Dias gerahmt, Bilder in das Album geklebt oder aber digital auf Festplatten gespeichert werden.

Kameras gibt es wie so viele Dinge im Leben von preiswert bis teuer. Es ist dabei nicht vorrangig wichtig, ob man sich für eine Spiegelreflexkamera oder die Kompaktkamera entscheidet. Wer einen guten Blick hat, der wird auch preiswerten Kameras schöne Ergebnisse erzielen, allerdings sind bei diesen selbstverständlich irgendwann die technischen Grenzen erreicht.

Eines der wichtigsten Zubehör-Teile für einen Fotografen ist aber das Stativ. Am praktischsten die Version, die klein zusammengeschoben und bequem in der Fototasche verstaut werden kann. Es gibt sogar kleine Stative, die auf den Tisch gestellt werden können, wenn zum Beispiel Stillleben arrangiert werden. Auch in der Food-Fotografie findet ein kleines Stativ seine Verwendung.

Kamera mit Stativ

Langzeitfotografie

Wer sich für Astronomie interessiert, möchte sicher einmal ausprobieren, den Sternenhimmel zu fotografieren. Hierbei muss lange belichtet werden, das heißt, die Blende muss lange auf bleiben. Wer jedoch versucht, diese Langzeitbelichtung aus der Hand zu machen, wird bitter enttäuscht werden, denn die Bilder werden gnadenlos unscharf. Besser ist es, ein stabiles Stativ aufzustellen und die Kamera anschließend so aufzuschrauben, dass sie genau in den Himmel zeigt. Dann auf den Auslöser drücken und einige Sekunden warten. Sicher sind viele Versuche nötig, bis genau das Foto entsteht, welches einen selbst zufriedenstellt. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister.

Die älteste Möglichkeit der Fotografie ist die einfache Lochbildkamera, die sogenannte Camera obscura. Mit ein bisschen Geschick kann sich jeder Hobbyfotograf so eine Kamera selbst bauen. Unbedingt ist auch dabei ein Stativ nötig, denn die Belichtung kann je nach Motiv bis zu mehreren Minuten dauern. Die Ergebnisse sind jedoch spektakulär. Hier können Motive entstehen, die zum Beispiel an Gemälde erinnern. Da diese Kameras etwas schwerer sein können, muss das Stativ selbstverständlich etwas stabiler sein. Zu beachten ist auch, dass die Kamera auf dem Stativ gedreht werden kann, ohne den Winkel zu verändern, denn so können auch scharfe Videoaufnahmen entstehen. Denn nichts ist unschöner als eine fast „panisch“ wackelige Videosequenz.

Sterne mit Stativ fotografieren

Weitere Verwendungsmöglichkeiten eines Statives

Bei großen Gruppenfotos, wie zum Beispiel bei Hochzeiten, ist ein Stativ für das große Gruppenbild unerlässlich. Oft werden die großen Gesellschaften in verschiedenen Höhen aufgestellt. Ein kleiner Fotograf hat da unter Umständen Schwierigkeiten, alle auf das Bild zu kriegen, mit einem Stativ hingegen ist es sehr leicht. Zudem können die Personen exakt nach der Kamera ausgerichtet werden, wenn diese fest stehend ist. Das ist sehr wichtig, denn je mehr Personen auf das Bild sollen, desto schwieriger gestaltet sich meist die Situation.

Bei Landschaftsaufnahmen ist ein Stativ ebenfalls sehr hilfreich. Wer Tiere im Teich fotografieren will, kann beispielsweise ein Tischstativ aufstellen, die Kamera befestigen und sich ruhig dahinter legen und warten, denn Tierfotografie braucht meist Geduld. Mit einem Kabelauslöser drückt man darüber hinaus fast bewegungslos auf den Auslöser und kann sich auf ein hoffentlich gelungenes Tierbild freuen.

Wasserfall Langzeitbelichtung

Über die Autorin: Sandra Fischer arbeitet seit 2015 in der Online-Redaktion von rollei.de. Ihre Leidenschaft gilt der Landschafts- & Portraitfotografie. Neben Tipps zur digitalen Bildbearbeitung und Fototechniken schreibt Sie regelmäßig über aktuelle Branchentrends.