Cidre aus Hermitiere und der Mont Saint Michel

Da sich der Urlaub nun langsam dem Ende zuneigt, wurde es Zeit daran zu denken, etwas typisches aus der Region mit nach Hause zu nehmen.

Die Wahl fiel auf Cidre, Pommeau und sieben Jahre alten Calvados.

Im Laufe der letzten Wochen gab es schon einige Sorten Cidre zum Abendessen und keiner hat so gut geschmeckt, wie der trockene Cidre aus der „Ferme de l’Hermitière“ in Saint-Jean-des-Champs.

Zudem stand noch die letzte größere Tour des Urlaubes aus: der erneute Besuch des Mont Saint Michel.
Da Saint-Jean-des-Champs quasi auf dem Wege in Richtung Mont Saint Michel liegt, wechselten gestern einige Flaschen köstlicher Getränke den Besitzer; auch wenn der Weg echt steinig war, da man es in Frankreich mit der Einhaltung von Öffnungszeiten nicht immer so genau nimmt.
(Aber vielleicht „ticken“ wir daingehend einfach zu „Deutsch“ ;-) )

Der Weg zum Mont Saint Michel führt von Regneville sur Mer zwangsläufig über Avranches.
Je näher wir Avranches kamen, umso dichter wurde der Verkehr, umso mehr merkten wir, in den letzten Wochen nur in der „Pampa“ unterwegs gewesen zu sein; auf freien Straßen, mit wenigen Autos befahren.
Hier und heute war das gemütliche Fahren vorbei, eine erste Vorahnung auf „mehr Verkehr“  für die Heimfahrt Ende der Woche kam auf.

Umso idyllischer war der letzte Abschnitt in Richtung Mont Saint Michel. Nach dem Verlassen der N175 wurde der Verkehr wieder weniger und der „Berg“ tauchte immer mal wieder kurz am Horizont auf.

Wir waren in 2005  ja schonmal am Mont Saint Michel, und die Spannung wie es nach sieben Jahren nun mit der Baustelle dort aussehen würde war groß.

Aus der Ferne sind die Baukräne, Raupen und Bagger nicht zu erkennen, so dass der Zauber der Erscheinung des Mont Saint Michel immer noch seine Wirkung entfaltet.

Was uns aktuell nicht so gut gefällt, ist das „Touristenzentrum“ , welches man in einiger Entfernung zum Mont Saint Michel aus dem Boden gestampft hat.
Auch schon jetzt, in der Vorsaison fühlt man sich eher an einen Hauptbahnhof einer deutschen Großstadt versetzt, als nach Frankreich in die Normandie; auch wenn es ein Weltkulturerbe zu besichtigen gibt, und die Bauarbeiten die am Mont Saint Michel stattfinden sicherlich sinnvoll sind … früher war alles besser ! :)

Man fuhr „einfach“ zum Mont Saint Michel, mit dem Auto zum Parkplatz und war einfach schon da; um einem herum alles grün, ohne das ganze Tourigedöhns (ok … voll war es auf dem Parkplatz und in den Gassen schon immer) … meiner Meinung nach hat der Berg mit dem Touriezentrum (für mich) quasi seinen Zauber und seine Unschuld verloren.
Schade … eigentlich…

Aber … vielleicht bin ich auch zu harsch mit meiner Meinung, und es lag am zweiten Besuch des Mont Saint Michel … der WOW Effekt, das Gefühl hier an einem einzigartigen Stück „Welt“ zu stehen hat sich gestern nicht eingestellt.

Vvielleicht kommt das Gefühl wieder, wenn die Kräne, Bagger und Raupen ihre Arbeit getan haben, und die Natur wieder natürlich aussieht.

Wir kommen wieder … versprochen !

Daher bitte ich auch die Leser um Nachsicht, wenn es nur eine typische „Mont Saint Michel“ Ansicht gibt, und der Rest der Bilder eher mit kritischem Blick aufgenommen sind.