Coutances und Umgebung

Gestern stand Kühlschrank auffüllen auf der Tagesordnung, verbunden mit dem Versuch dem Wetter (bedeckt,windig und ab und zu feucht von oben) etwas Gutes abzugewinnen.
Ziel nach dem Einkauf war Coutances, eine eher ländliche Stadt mit einigen sehenswerten Dingen, auch in der Umgebung.

Positiv dort war, dass die Parkplätze um die Kathedrale, bis hin zur Mairie, mit Parkscheibe eine Stunde für umme waren, sehr löblich.
Der Nachteil: zwischen jedem der Parkplätze standen große Pflanzenkübel, so dass ein Einparken bis auf die Grundlinie des Parkplatzes nicht möglich war. Folge: das Hinterteil unseres Autos lugte immer ein gutes Stück auf die Fahrbahn.
„Selbst schuld“, dachte ich, was müssen wir auch so einen großen Schlitten fahren.

In einer der Seitenstraßen war jedoch schnell eine Alternative gefunden, auch dort galt die Parkscheibenregelung, und zur Kathedrale waren es auch nur Fünfzig Meter

1. Die Kathedrale von Coutances

Laut Reiseführer soll die Kathedrale von Coutances eine der schönsten gotischen Kirchen in ganz Frankreich sein.
Erbaut auf romanischen Grundmauern, ist die Kirche stringent Schmucklos gestaltet und besitzt eine  klare Linienführung. Sehr beeindruckend war auch das Kreuzrippengewölbe im Inneren der Kirche.
Leider konnte ich keine Bilder von innen machen, da sich der Polfilter im Objektivgewinde gerade sehr heimisch fühlt und die Verschlußzeiten trotz ISO 3200 nicht aus der Hand zu halten waren.
Daher gibt es nur ein Foto vom Kirchenäusseren, dessen Perspektive  mit dem neuen Photoshop in etwa so korrigiert wurde, als sei das Bild mit einer Fachkamera aufgenommen.
Inspiriert von einer meiner Urlaubslektüren „Die Kunst der Architekturfotografie“ von Martin Timm, werde ich versuchen alle Bilder auf denen Architektur zu sehen ist dahingehend zu „optimieren“.

Unweit  der Kathedrale -Richtung Mairie- findet man in Coutances auch eine nett angelegte Gartenanlage, den „Jardin des Plantes“ mit exotischen Blumen und Bäumen.
Die Arrangements verdienen das Urteil von „sehr nett“ bis „naja“; in Frankreich hat man wohl einen anderen Geschmack, was die Zusammenstellung von Blumen und Farben angeht.
Das Blumenbildnis der Kuh mit dem Frosch davor ist wirklich nett gemacht.

Auf dem Weg zurück zum Auto wurde zur Stärkung ein ordinäres Baquette, als auch zwei sehr leckere „Pain au chocolat“ gekauft.

2. Das Chateau de Gratot

Das nächste Ziel war nur vier Kilometer entfernt.
Laut Reiseführer sollte es sich um eine teilweise wiederaufgebaute Ruine eines Wasserschlosses handeln: das Chateau de Gratot.
Ein Besuch den wir jedem, der ein wenig romantisch veranlagt ist, nur empfehlen können.
Das Schloss liegt komplett umrahmt von einem breiten Wassergraben,also quasi in einem See, und bietet so manch verwunschene Ecke.
Der ehemals franzosische Garten dient neuerdings als Kuhweide, und beherbergt aktuell einige Spießgesellen ;-)

Dazu die laue Luft, der Duft von Blumen und feuchtem Gras und dramatisch anmutende Wolken am Himmel untermalten die Stimmung; oftmals hatte man den Eindruck, jeden Augenblick könne ein Burgfräulein, oder ein Chevallier um die Ecke kommen.

Das Schloss wurde im Zwölften Jahrhundert erbaut, und war bis im Jahre 1771 der Stammsitz derer zu Agouges. Nachdem das Schloß einigemale verkauft wurde, fand sich schließlich ein Käufer, der die Anlage aufwendig restaurierte und dem man den guten Zustand als auch die Möglichkeit der Besichtigung zu verdanken hat. Leider mag er wohl keine romantisch veranlagten Menschen, die vor dem Schloß gerne ein Picknick machen würden ;-)

3. Die Eremitage Saint-Gerbold

Den Abschluß des Tages bildete die Eremitage Saint-Gerbold, nur einige Fahrminuten vom Chateau entfernt.

Die in mehreren Bauabschnitten im 15. und 17. Jahrhundert auf Befehl der Herrschaft von Gratot, der d’Argouges, erbaute einfache Kapelle wurde 1620 eine Eremitage und behielt bis zur Zeit ihres letzten Bewohners im Jahre 1830 diese Funktion bei. Das Gebäude wurde 1995 unter Denkmalschutz gestellt und ab dem Jahr 2000 restauriert. An diesem außergewöhnlichen Ort können Sie eine der wenigen in Frankreich noch existierenden Eremitagen bewundern. Im Außenbereich erlauben ständig zugängliche Informationstafeln einen Einblick in die Geschichte, die Architektur, die Legende des Heiligen und das Leben der Eremiten.
(Quelle: manchetourisme.com)

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