Sommerurlaub 2015 in der Bretagne – Wandern der Küste entlang

Oder: von Kaiserwetter am Atlantik

Dienstagmorgen so um 10:00 Uhr: die Sonne lugt neugierig durch die Rolläden, Vögel zwitschern, Hundegebell ist in der Ferne zu hören.
Raus aus den Federn, Zeit für ein ausgiebiges Frühstück in der Sonne und unter blauem Himmel.
Zeit auch, um danach die müden Glieder zu ertüchtigen und ein paar Stunden der Küste entlang zu wandern.

Haben wir alles ?
Trinken, Obst, Trekking-Jacken, den Fotorucksack und die Sonnenbrille; auf geht’s.

Der Küste entlang, vorbei am Sillion de Talbert und der Sémaphore de Creac’h Maoût, stets der „rot-weißen“ Markierung folgend in Richtung Kerbors.
Heiß steht die Sonne schon über dem Zenith, nur ein laues Lüftchen weht vom nahen Meer herüber. Man wähnt sich eher im Süden von Frankreich, und nicht in der nördlichsten Ecke der Bretagne.
Wie vielfältig doch die Flora hier erscheint: Artischockenfelder unterbrechen das grüne Meer aus Farnen, Wachholder und Schlehenhecken. Der gelbe Ginster blüht mit leuchtend lila Heidekraut um die Wette. Lichtnelken, Schachtelhalme, Schafgarbe und Kamille recken sich der Sonne entgegen.
Ein herber Duft vermischt sich mit einer deutlichen Note wie von frischem Baslikum, immer wieder unterbrochen vom lauen Wind, der mit einer salzigen Note das Überangebot von Sinneseindrücken zu einem betörenden Ganzen werden lässt.

Pause auf den Felsen abseits des Weges: das Grün der Flora fließt über in ein lichtes Grau von Felsen, um sich in Richtung des tiefblauen Meeres plötzlich in ein rötlich leuchtendes Braun zu wandeln. Basaltartige, geometrische Steinblöcke bilden das Publikum für die runden Formen granitartigen Gesteines.
Ihnen gemein ist nur der grünlich-gelbe Flechtenbewuchs.

P.S.: wir wissen nun auch, was wir Zuhause vergessen haben: Sonnenschutzcreme ;-)

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