Vier Tipps für deine nächste Reise in die Bretagne

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Seit Vierzehn Jahren schon gehört die Bretagne zu unseren absoluten Urlaubsfavoriten. Inzwischen haben wir schon fast den gesamten Bereich der bretonischen Küste bereist:

  • Departement Ille-et-Vilaine
  • Departement Côte d’Armor
  • Departement Finistère

Somit fehlt uns nur noch der Besuch des Departements Morbihan, ganz im Süden der Bretagne.

Einen wirklichen Favoriten haben wir dabei nicht, da jede Region ihre individuellen Reize besitzt.
Von einem dieser Favoriten, und warum du dort deine Seele wirklich baumeln lassen kannst, darüber möchten wie dir in diesem Blogpost berichten: Folge uns also nach Kerlouan, in die nähere Umgebung von Kerlouan, auf unserer Leutchtturm-Tour und auf die Halbinsel Crozon.

Erstens: Kerlouan im Arronndissement Brest

Kerlouan, im Nordwesten der Bretagne und die nähere Umgebung, ist ein Fleckchen Erde, auf dem du dich trefflich erholen kannst. Auch währen der Saison ist das Gebiet nicht wirklich überlaufen. Kerlouan ist, mit einem überschaubaren Ortskern, eine recht gemütliche Ortschaft, in der du die Wichtigsten Dinge findest. Direkt an einem der zahlreichen Kreisverkehre liegt auch ein kleiner Casino Supermarkt. Diesen können wir nur für das Nötigste empfehlen, da dieser Supermarkt einen etwas schmuddeligen Eindruck bei uns hinterlassen hat. Sehr empfehlen können wie dagegen den Intermarché in Plougernau. Ausgehend von diesem Intermarché kannst du den Samstags stattfindenden Markt fußläufig in einer Minute erreichen.

Das einzige, was du an den Stränden um Kerlouan herum und im Hinterland quasi unendlich findest, ist Sonne, Wind und Meer, Ruhe, Entspannung, Beschaulichkeit.

Und: Stille …

Provokativ ausgedrückt: Wenn du dir bei deinem abendlichen Spaziergang bei Ebbe am Strand einen Fuß brichst, findet dich bis zum Morgen sicherlich niemand. Ausser der Flut natürlich.
Wie oft waren wir bei unseren Spaziergängen auf kilometerweitem Strand gänzlich alleine unterwegs.

Aber halt, kannst du denn in der Natur wirklich alleine unterwegs sein? Sind doch deine ständigen Begleiter der Wind, die salzige Luft, das Rauschen der Wellen und das Geschrei die Möwen. Ja richtig, du musst es mögen: die Menschenleere, das Übermaß an Natur und frischer Luft. Möchtest du im Urlaub Action und geplante Bespaßung, dann bist du in Kerlouan an einem völlig falschen Urlaubsziel.


Im Gebiet von Kerlouan findest du kilometerlange Dünenlandschaften, unterbrochen von mächtigen Granitblöcken, weitläufigen Sandstränden und Buchten die zum Baden einladen. Da die Tide dort gut sieben Meter betragen kann, weicht das Meer oft mehrere hundert Meter zurück. So entstehen bei Ebbe fast endlos scheinende Sandflächen, die bei Flut wieder zu Handtuchgröße schrumpfen.

Es heisst: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Daher haben wir für dich einige 360° Panoramen aus Kerlouan mitgebracht. Die Bilder sind an beliebigen Tagen aufgenommen. Wir haben auch keine Menschen herausretuschiert oder schönes Wetter hineinretuschiert :)

Zweitens: Entdecke die nahe Umgebung von Kerlouan

Wir hatten unser Ferienhaus dieses Jahr in Saint-Egarec angemietet und durften den Luxus von nur neunzig Schritten zum Meer genießen. Daher haben wir die Chance ergriffen, die nähere Umgebung zu Fuß, am Strand entlang, zu entdecken: hier unsere fußläufigen Ausflugstipps für dich:

Meneham: Du kennst sicher das Bild mit dem „Haus zwischen den Felsen“. Das ist das Wachhaus von Kerlouan, im Weiler Meneham (Menez-Ham). Das Wachhaus wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Hinter dem Haus und den Felsen findest du ein kleines Fischerdorf mit reetgedeckten Dächern, in denen sich ein Museum und auch ein beschauliches touristisches Angebot verbirgt. Ausgehend von unserem Ferienhaus, ist Meneham nur circa eine halbe Stunde Fußweg in nördlicher Richtung, am Strand entlang, entfernt.

Pointe de Pontusval: Der Pointe de Pontusval ist ein kleiner, bewohnter Leuchtturm der, von Meneham aus, ungefähr eine gute halbe Stunde Fußweg in nördliche Richtung entfernt ist. Der kleine Leuchtturm liegt, fast pittoresk an einer Felsspitze zwischen zwei Buchten, die zum Baden einladen. Die Felsen und auch die beiden Strände um den kleinen Leuchtturm laden daher durchaus zu längerem Verweilen ein.

Neiz Vran: Neiz Vran ist eine kleine Halbinsel, circa eine Dreiviertelstunde Fußweg von Saint-Egarec in südlicher Richtung entfernt. Bei Ebbe kann man auf das vorgelagerte Inselchen „Énez Amann ar Rouz“ laufen und eine faszinierende Flora, eingebettet in riesige Granitblöcke genießen.

Drittens Leuchtturm-Rundtour zwischen Kerlouan und Brest

Die Leuchtturm-Rundtour beeinhaltet folgende vier Leuchttürme zwischen Kerlouan und Brest:

Ausgehend von Kerlouan hat unsere vorgeschlagene Leuchtturm-Rundtour eine Gesamtlänge von circa 135 Kilometern. Mit großzügigen Pausen zum Erwandern der Leuchttürme und der Umgebung, stellt diese Rundtour einen schönen Tagesausflug mit dem Auto dar. Die circa 135 Kilometer teilen sich in folgende Teilstrecken auf:

  • Kerlouan nach Plougerneau: 13 Kilometer
  • Plougerneau nach Porspoder: 32 Kilometer
  • Porspoder nachSaint-Mathieu: 28 Kilometer
  • Saint-Matthieu nachPlouzané 16 Kilometer
  • Plouzané nach Kerlouan: 46 Kilometer


Bei jedem der Leuchttürme, die Ausnahme bildet der Phare du Petit Minou, kannst du dich beim Erwandern der Umgebung ein wenig ertüchtigen, wenn du das möchtest. Insbesondere die Landschaft um den Phare du Chenal du Four und den Phare de Saint-Mathieu lädt zu einer größeren Erkundungstour ein. Wir hatten unser Auto stets ein gutes Stück von den Leuchttürmen entfernt geparkt um das schöne Wetter, die frische Meeresluft und die fast schon betörende Umgebung ausreichend genießen zu können.

Tipp für den Phare du Chenal du Four: Wenn du das Auto auf dem Parkplatz in der Nähe der Biscuiterie des Abers abstellst, kannst du über bequeme Wanderwege auf die Presqu’Île Saint-Laurent gelangen. Von deren Landspitzen aus kannst du den Leuttrurm in er Ferne sehen. Die Presqu’Île Saint-Laurent selbst bietet einen schönen Rundweg durch eine typisch bretonische Landschaft an.

Tipp für den Phare de Saint-Mathieu: Der Leuchtturm Saint-Mathieu ist dort nicht die einzigste Attraktion. „Dort“ meint den Point de Saint-Mathieu. Sehr spannend am Point de Matthieu ist die  Gruppierung der alten Abtei Saint-Mathieu, dem Leuchtturm Saint-Mathieu und einem aktiven Stützpunkt der französischen Marine. Beim Point de Mathieu führt der Küstenwanderweg GR34 vorbei und lädt zu Wanderungen in einer traumhaften Landschaft ein. Hinweis: der Point Saint-Mathieu kann durchaus als touristischer Hotspot bezeichnet werden. Die kleinere Menge an Touristen verlaufen sich auf dem Areal und dem GR34 jedoch schnell.

Mein absoluter Favorit ist übrigens der Phare du Petit Minou. Das liegt zum einen am Namen des Leuchtturms: „Minou“ heisst auf Deutsch „Kätzchen“. Wie kommt man denn darauf, einen Leuchtturm „kleines Kätzchen“ zu nennen? Echt süß!
Zum anderen liegt das kleine Kätzchen sehr pittoresk, ruhig und beschaulich an der Durchfahrt der Meerenge bei Brest. Beschaulich meint, dass die Straße zum kleinen Kätzchen nicht ausgeschildert ist, und sich das Navi in unserem Volvo zur gesuchten Örtlichkeit nachhaltig ausgeschwiegen hat. Wie gut, dass wir die gute alte, analoge Straßenkarte dabei hatten.

Viertens: Die Halbinsel Crozon

Unser erster Urlaub in der Bretagne war bereits 2002 in Kersiguénou auf der Halbinsel Crozon.
Da die Strecke von Kerlouan nach Kersiguénou lediglich 80 Kilometer beträgt, haben wir beschlossen unserem ersten Urlaubsziel in der Bretagne in diesem Jahr einen erneuten Besuch abzustatten.

Kersiguénou ist eine kleine Ansammlung von Häusern und liegt mittig in einer kleinen Bucht (Anse de Dinan). Der Strand dieser Bucht spannt sich von Kerguélen bis nach Kernvénd auf einer Länge von circa zwei Kilometern. Die Ausmaße der Bucht die, rechts und links eingebettet zwischen eindrucksvoller bretonischer Landschaft liegt, hat uns auch dieses Jahr wieder beeindruckt.

Da Kersiguénou ein sehr beschauliches Dörfchen ist, kannst findest du dort auch keinerlei touristische Aktionen, sondern Entspannung und Ruhe pur. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten findest du im nahegelegenen Crozon oder in Camaret-sur-Mer. Dafür lädt der Strand und die Umgebung zum Wandern und genießen der Natur ein.


Eine der Hauptattraktionen auf der Halbinsel Crozon ist sicherlich der Pointe de Pen-Hir mit seinem grandiosen Panoramablicken. Dort musst du jedoch auf jeden Fall mit mehr touristischem Troubel rechnen. Wir mögen es ja gerne ein wenig kleiner und ruhiger.

Daher unser Tipp für dich: Die Îlot des Capucins mit dem Fort de Capuchins bei Roscanvel.

Die kleine Insel mit dem Fort ist nur fußläufig zu erreichen und zudem schlecht bis gar nicht ausgeschildert. Daher finden sich dort nur Touristen ein, die gerne zu Fuß gehen und den Besuch der Insel und des Forts explizit geplant haben. Vom Küsten-Wanderweg aus hast du zwei Möglichkeiten um auf die Insel mit dem Fort zu gelangen:

  • Den direkten Abstieg über die steile Rampe
  • Einen etwas bequemeren Weg an einem steilen Hang entlang

In beiden Fällen solltest du ein gewisses Maß an Abenteuerlust und keine Höhenangst mitbringen.

Zeitraffer-Video unserer Reisetipps als Zusammenfassung

And last but mot least findest du hier ein Zeitraffer-Video welches alle hier aufgeführten Reisetipps in gut zwei Minuten zusammenfasst.

Musik / Sound:

Wir hoffen, dass unsere vier Reisetipps dir gefallen haben. Sehr gerne darfst du deine gemachten Erfahrungen mit uns teilen, indem du einen Kommentar hinterlässt.

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