Wir sind ein Teil der Erde – Nummer Drei

Vielleicht nur ein kleiner (Blog)Beitrag … aber ein Anfang :)

Headerbild - Wir sind ein Teil der Erde - Teil 3

Drei Bausteine um zu versuchen, nachhaltiger und CO2-neutraler zu leben

Als Präambel folgendes vorneweg: Mit diesem Beitrag möchte ich niemanden missionieren, bevormunden, anderen Menschen einen Spiegel vorhalten noch mich auf einen Podest stellen. Ich möchte einfach nur berichten.
By the way: Die hier vorgestellten Produkte benutze ich täglich selbst, und habe alle aus eigener Tasche bezahlt.

Und ja, an alle Nörgler*innen und Besserwisser*innen gerichtet, die das Argument „Ich kann ja eh nur einen ganz kleinen Teil für Nachhaltigkeit oder weniger CO2 beitragen, also kann ich’s auch lassen!“ anführen sei erwidert: Dem ist sicherlich so, dass ein singulärer, persönlicher Beitrag zu Nachhaltigkeit und CO2 Reduktion im global-galaktischen Vergleich verschwindend gering sein mag, aber es muss „jemand“ damit anfangen und Kleinvieh macht auch Mist.

Weil: „Jemand“ bestimmt durch das Konsumverhalten die Wirtschaft. Bekommen wir das nicht immer eingebläut? Wie groß wäre der Effekt, wenn jede*r aus dieser „Jemand-Gruppe“ z.B. darauf achten würde weniger Plastikmüll zu produzieren, nachhaltig und fair produzierte Kleidung und Lebensmittel kaufte , keinen „Klimakiller SUV“ führe, sich Zuhause lieber wärmer anzöge als mehr zu heizen, nicht mit dem Flugzeug flöge oder mit einem Kreuzfahrtschiff über die Meere schippere?

  • Natürlich auch der Haushalt in dem ich wohne birgt natürlich noch Einspar-Potential. Ich arbeite daran
  • Auch mein Konsum- und Essverhalten kann noch weiter optimiert werden
  • Ich gehöre genau der Generation an, die seit über 50 Jahren von einem ungefährdeten, wirtschaftlichen Aufschwung profitiert hat
  • Ja, ich habe ein schlechtes Gewissen deswegen

Immerhin fallen bei mir keinerlei private Flüge an, einen Fuß auf einen Kreuzfahrtschiff werde ich sicherlich nie setzen und ein SUV zu fahren ist ebenso ein NoGo für mich.

Baustein Nummer Eins: T-Shirts aus Holz

Auf meiner Suche nach Alternativen zu reinen Baumwoll-T-Shirts bin ich auf die Firma Wijld GmbH mit Sitz in Wuppertal gestoßen, die in 2017 immerhin Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für Start-Ups war.

Vorneweg: Ich habe selten angenehmere T-Shirts getragen. Der Stoff fühlt sich wunderbar weich und glatt an. Darüberhinaus haben die Wjild-Shirts keinerlei kratzige und nervige Etiketten. Der Holz-Anteil der Männer-Basic-Shirts liegt bei 67%, die restlichen 33% sind aus Bio-Baumwolle. Die Sports-Serie kommt mit 62% Holzfasern und 38% Polyester aus recycelten Plastikflaschen daher.

Ich trage diese Shirts täglich. Nach über 6 Monaten „Dauergebrauch“ sind die Shirts quasi wie neu. Ja, so ein Holzshirt kostet fast dreißig Euro, aber die Investition in Qualität und die nachhaltige Idee dahinter, lohnt sich auf jeden Fall

Baustein Nummer Zwei: Glas- und Edelstahlflaschen um Plastikmüll zu vermeiden

Ohne Wasser gäbe es kein Leben, daher ist Wasser eines unserer elementarsten Bedürfnisse, die wir täglich erfüllen müssen. Bei uns in Deutschland ist Wasser eines der am Besten kontrollierten Lebensmitteln (Quelle: Verbraucherzentrale.de). Trinkwasser ist günstig, muss nicht nach Hause geschleppt werden und hat somit eine gute Umweltbilanz. Wenn du, sicherlich hast du gewichtige Gründe dafür, Trinkwasser kaufst, dann solltest du darauf achten, dass du keine Plastikflaschen kaufst, sondern Glasflaschen.

Ich nehme seit vielen Jahren nur Trinkwasser aus dem hauseigenen Wasserhahn zu mir. Dieses fülle ich in Glas- oder Metallflaschen. Das spart Plastikmüll, schont den Geldbeutel spart Plastikmüll ein und produziert damit auch kein Mikroplastik.

Hierfür benutze ich ausschließlich  „Urban Bottles“ und „Soul Bottles

Baustein Nummer Drei: Wiederverwerten durch Upcycling

Seit Jahren bin ich ein großer Fan davon, Dinge wieder zu verwerten und nicht immer alles neu zu kaufen; Upcycling heisst das auf Neudeutsch.
Dabei werden scheinbare Abfallprodukte in neue Produkte aufgewertet.

Ich unterscheide dabei zwei Möglichkeiten:

  1. Do It Yourself
  2. Musst du kaufen, kauf Neues aus Gebrauchtem

Do It Yourself 

„Alte“ Möbel musst du nicht gleich entsorgen um einen neuen Look in deine Wohnung oder dein Haus zu bringen. Mit ein wenig ökologischer Farbe und Zeit lassen sich Möbel aufhübschen.
Beispiele:

  • unser Esstisch aus Kiefernvollholz konnten wir nach fast 20 Jahren nicht mehr sehen. Heute ziert er im „Cabby-Look“ wieder unser Esszimmer
  • Opas alte Kommode (in den 60-ern von Hand ohne Schrauben und Nägeln gezimmert) hat in neuem Look die Tristesse im Keller verlassen
  • Omas alter Küchentisch wurde in „Coral“ und „Himmelblau“ gestrichen, mit alten Buchenbohlen verstärkt und darf als Pflanztisch weiter gute Dienste leisten.

Musst du kaufen, kauf Neues aus Gebrauchtem

Neues muss nicht immer „neu“ sein, sondern kann sehr wohl aus Gebrauchten hergestellt werden und dabei noch stylisch aussehen.
Meine Geldbörse und mein Schlüsseletui hatten nach langjährigem Gebrauch mehr Löcher uns Dysfunktionalitäten. Ja, da musste was Neues her – aber Neues aus Altem :)

Die Lösung: Eine Geldbörse aus gebrauchen Feuerwehrschlauch – Frank von Feuerwear, und ein Schlüsseletui von Tjuub aus gebrauchtem Fahrradschlauch.

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2 Kommentare
  1. Henrik sagte:

    Lügen wir uns nicht in die Tasche: Auch wenn die 3-4 Teile etwas geringeren CO2 Footprint erzeugen mögen, es ist bei „unserem“ Lebensstil in der „ersten Welt“ nicht genug / wird nie bei anderweitiger drastischer Änderung unseres Lebensstiles nie genug sein …

    Antworten
    • Martin Wolfert sagte:

      Hallo Henrik,

      d’accord und fair enough. Aber … nochmal: einen Lebensstil, ein Mindset ändert man nicht über Nacht. Wenn jede*r kleine Schritte unternimmt, dann ändert das die Denke und damit peu à peu auch den Lebensstil.

      Grüße,
      Martin

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